Das Waffengesetz regelt Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen.

Allgemeine Bestimmungen

FGCA § 1 Geltungsbereich und Zweck des Gesetzes

(1) Dieses Gesetz regelt den Umgang mit Waffen und Munition unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.

(2) Der Geltungsbereich dieses Gesetzes ist für jeden eröffnet, der

a) Umgang mit einer Waffe oder Munition hat;

b) eine Waffe oder Munition erwirbt, besitzt, führt, herstellt, bearbeitet, instand setzt, weitergibt oder damit Handel betreibt.

FGCA § 2 Begriffsbestimmungen

(1) Waffen im Sinne dieses Gesetzes sind Gegenstände, die

a) als Angriffs- oder Verteidigungsmittel konstruiert sind;

b) dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Verteidigungsfähigkeit einer Person zu beseitigen oder herabzusetzen;

c) im konkreten Fall als Angriffs- oder Verteidigungsmittel eingesetzt werden.

(2) Wird ein nicht als Waffe klassifizierter Gegenstand im Rahmen einer Angriffshandlung als Angriffsmittel eingesetzt, gilt er für die rechtliche Beurteilung dieser Handlung als illegale Waffe.

(3) Wird ein nicht als Waffe klassifizierter Gegenstand im Rahmen einer Verteidigungshandlung als Verteidigungsmittel eingesetzt, ist bei der rechtlichen Beurteilung stets die Verhältnismäßigkeit des eingesetzten Mittels gegenüber dem abgewehrten Angriff zu berücksichtigen.

(4) Das Führen bezeichnet die Ausübung der tatsächlichen Gewalt über eine Waffe außerhalb des eigenen befriedeten Besitztums, der eigenen Geschäftsräume oder einer Schießstätte.

Ob die Waffe geladen, entladen, offen, verdeckt, zerlegt oder funktionsfähig ist, ist hierbei unerheblich.

(5) Offenes Führen liegt vor, sobald eine Waffe für Dritte sichtbar am Körper getragen oder in sonstiger Weise sichtbar mitgeführt wird.

(6) Verdecktes Führen liegt vor, wenn eine mitgeführte Waffe für Dritte nicht unmittelbar sichtbar oder erkennbar getragen wird.

Erwerb Und Besitz

FGCA § 3 Waffenschein

(1) Für den Erwerb, Besitz und das Führen erlaubnispflichtiger Waffen sowie der dazugehörigen Munition ist ein gültiger Waffenschein erforderlich, soweit dieses Gesetz keine Ausnahme vorsieht.

(2) Das Mitführen erlaubnispflichtiger Waffen oder der dazugehörigen Munition ohne entsprechende Erlaubnis ist unzulässig.

(3) Die Prüfung und Ausstellung eines Waffenscheins erfolgt nach erfolgreicher Prüfung durch die City Hall. Das Nähere regelt § 4.

(4) Bei Bediensteten der Exekutive und Judikative ersetzt der gültige Dienstausweis den Waffenschein.

Im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit sind diese berechtigt, sämtliche Waffen und Munition unabhängig von den Beschränkungen des § 7 zu erwerben, zu besitzen und zu führen.

Eine gesonderte Auflistung oder Genehmigung der jeweiligen Waffen und Munition ist nicht erforderlich.

Darüber hinaus können in begründeten Ausnahmefällen Sondergenehmigungen durch das zuständige Gericht erteilt werden.

(5) Ein Waffenschein ist nur rechtsgültig, wenn er im staatlichen System registriert und in Dokumentenform mitgeführt wird.

FGCA § 4 Antrags- und Prüfverfahren

(1) Der Antrag auf Erteilung eines Waffenscheins ist bei der City Hall zu stellen.

(2) Antragsberechtigt ist nur, wer das zwanzigste (20.) Lebensjahr vollendet hat.

Ein Waffenschein darf ausschließlich an Personen erteilt werden, die diese Voraussetzung erfüllen.

(3) Die City Hall prüft den Antrag vor Erteilung insbesondere hinsichtlich

a) der Identität und Zuverlässigkeit des Antragstellers;

b) des Vorliegens einschlägiger strafrechtlicher Verurteilungen oder laufender Ermittlungsverfahren;

c) der physischen und psychischen Eignung zum verantwortungsvollen Umgang mit Waffen.

(4) Der Waffenschein ist zu versagen, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller nicht die erforderliche Zuverlässigkeit oder Eignung besitzt oder die Voraussetzung des Absatzes 2 nicht erfüllt ist.

(5) Die Erteilung eines Waffenscheins kann mit Auflagen oder einer Befristung versehen werden.

(6) Ein erteilter Waffenschein kann widerrufen werden, wenn nachträglich Tatsachen bekannt werden oder eintreten, die bei ursprünglicher Kenntnis zur Versagung geführt hätten.

(7) Mit Wirksamwerden des Widerrufs erlischt die Berechtigung zum Erwerb, Besitz und Führen erlaubnispflichtiger Waffen und Munition.

Betroffene Waffen und Munition sind unverzüglich bei einer zuständigen staatlichen Stelle oder einem lizenzierten Waffen-Shop abzugeben.

(8) Die City Hall kann für die Antragsbearbeitung eine Verwaltungsgebühr erheben.

FGCA § 4a Waffenrechtliche Zuverlässigkeit nach Straftaten

(1) Die erforderliche Zuverlässigkeit besitzt in der Regel nicht, wer rechtskräftig verurteilt wurde oder gegen wen eine Strafmaßfestsetzung wirksam abgeschlossen ist wegen

a) Waffenmissbrauchs nach § 12 Abs. 2;

b) einer Straftat gegen Leib, Leben oder Freiheit unter Verwendung einer Waffe;

c) einer Bedrohung nach Penal Code § 44 mit einer Waffe;

d) illegalen Waffenhandels oder illegaler Herstellung oder Einfuhr nach § 12 Abs. 3 oder Abs. 4;

e) einer Straftat nach dem RICO Act oder einer Straftat als Mitglied einer nach dem Criminal Organisation Act erklärten kriminellen Vereinigung;

f) des Handels mit oder der Herstellung von illegalen Betäubungsmitteln, wenn dabei eine Waffe mitgeführt wurde.

(2) Liegt ein Fall des Absatzes 1 vor, ist der Waffenschein nach § 4 Abs. 6 zu widerrufen. Eine erneute Erteilung ist

a) nach einer Felony ausgeschlossen;

b) nach einem Misdemeanor frühestens sechs (6) Wochen nach Abschluss des Verfahrens zulässig.

(3) Besteht dringender Tatverdacht wegen einer Tat nach Absatz 1, kann die Staatsanwaltschaft den Waffenschein vorläufig aussetzen. Die Aussetzung ist der City Hall unverzüglich mitzuteilen. Sie endet nach sieben (7) Tagen, soweit ein Richter sie nicht verlängert. Während der Aussetzung gilt § 4 Abs. 7 entsprechend; die Sicherstellung der Waffen richtet sich nach dem Criminal Procedure Act.

(4) Endet das Verfahren ohne Verurteilung oder Strafmaßfestsetzung, ist die Aussetzung aufzuheben. Sichergestellte Waffen sind nach Criminal Procedure Act § 21 zurückzugeben.

(5) Weitere Widerrufsgründe nach § 4 Abs. 6 bleiben unberührt.

FGCA § 5 Waffen und Munition

(1) Der Erwerb von Waffen und Munition ist ausschließlich in lizenzierten Waffen-Shops zulässig.

(2) Für den rechtmäßigen Besitz einer erlaubnispflichtigen Feuerwaffe muss diese in einem lizenzierten Waffen-Shop erworben worden sein und eine Registrierungsnummer aufweisen.

(3) Lizenzierte Waffen-Shops sind verpflichtet, beim Erwerb einer erlaubnispflichtigen Feuerwaffe die Registrierungsnummer und den Namen des Käufers in der dafür vorgesehenen Staatlichen Datenbank zu hinterlegen.

(4) Der Verlust oder Diebstahl einer registrierten Waffe ist durch den Eigentümer unverzüglich, spätestens jedoch binnen vierundzwanzig (24) Stunden nach Kenntniserlangung, bei einer Dienststelle des LSPD zu melden.

Allgemeine Bestimmungen

FGCA § 5a Mitverantwortlichkeit bei unterlassener Verlustmeldung

(1) Wird eine registrierte Schusswaffe zur Begehung einer Straftat verwendet, nachdem deren Eigentümer den vorangegangenen Verlust oder Diebstahl entgegen § 5 Abs. 4 nicht fristgerecht gemeldet hat, kann dem Eigentümer eine Mitverantwortung für die mit der Waffe begangene Tat zur Last gelegt werden.

(2) Die Mitverantwortlichkeit nach Absatz 1 entfällt, wenn der Eigentümer nachweist, dass ihn am Unterlassen der Meldung kein Verschulden trifft.

(3) Die strafrechtliche Verantwortlichkeit der unmittelbar handelnden Person bleibt hiervon unberührt.

Erwerb Und Besitz

FGCA § 6 Weitergabe von Waffen und Munition

(1) Die private Weitergabe, Überlassung, Schenkung oder der private Verkauf von Waffen und Munition an andere Personen ist verboten.

Dies gilt auch dann, wenn die empfangende Person über einen gültigen Waffenschein verfügt.

(2) Waffen und Munition dürfen ausschließlich durch hierzu lizenzierte Waffen-Shops an berechtigte Personen verkauft oder abgegeben werden.

(3) Von Absatz 1 ausgenommen ist die vorübergehende Übergabe einer Waffe zur Abwehr einer unmittelbaren Gefahr für Leib oder Leben im Rahmen von Notwehr oder Nothilfe.

(4) Die dienstliche Übergabe oder Überlassung von Waffen und Munition zwischen hierzu berechtigten staatlichen Bediensteten bleibt unberührt.

Allgemeine Vorschriften

FGCA § 7 Legale und illegale Waffen

(1) Illegal sind der Erwerb, die Einfuhr, die Herstellung, der Besitz und das Führen von Munition der folgenden Kaliber sowie sämtlicher Waffen, die zum Verschießen dieser Kaliber bestimmt oder geeignet sind, soweit die Waffe oder Munition nicht in Absatz 2 oder Absatz 3 ausdrücklich als legal bestimmt ist:

9mm

.44 Magnum

.50 AE (Action Express)

12 Gauge Schrot

5.56x45 NATO

7.62x39 (AK-Munition)

(2) Legal ist der Erwerb, Besitz und das verdeckte Führen mit gültigem Waffenschein von Waffen und Munition der folgenden Kaliber:

  1. 7.62x51 NATO (Scharfschütze)

  2. .38 Long Colt

  3. .45 ACP

sowie explizit der folgenden Waffentypen:

  1. Doppellauf-Revolver

  2. Jagdgewehr

  3. Keramikpistole

  4. Marine-Revolver

  5. Muskete

  6. Schwere Pistole

(3) Legal ist der Erwerb, Besitz und das verdeckte Führen ohne Waffenschein von folgenden Waffen:

  1. Butterfly-Messer (Urban Masked, Stained, Slaughter, Scorched, Safari Mesh, Forest, Fade, Crimson, Case Hardened, Vanilla, Blue Steel)

  2. Karambit

  3. Huntsman-Messer

  4. Gut-Messer

  5. Flip-Messer

  6. Jagdmesser

  7. Katana

  8. Revierbeil

(4) Die Beschränkungen des Absatzes 1 gelten nicht für Bedienstete der Exekutive und Judikative im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit gemäß § 3 Abs. 4 sowie für Personen, denen eine entsprechende Sondergenehmigung erteilt wurde.

FGCA § 8 Tragen und Führen einer Waffe

(1) Das offene Führen einer Waffe ist verboten.

Eine Waffe wird offen geführt, sobald sie für Dritte sichtbar am Körper getragen oder in sonstiger Weise sichtbar mitgeführt wird.

(2) Das verdeckte Führen von Waffen und Munition ist mit der nach diesem Gesetz erforderlichen Erlaubnis zulässig.

Waffen gemäß § 7 Abs. 3 dürfen ohne Waffenschein verdeckt geführt werden.

(3) Vom Verbot des offenen Führens ausgenommen sind:

a) Bedienstete der Exekutive und Judikative im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit;

b) Sicherheitsbedienstete im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit;

c) Personen auf Schießständen oder Schießanlagen lizenzierter Waffen-Shops;

d) Personen mit einer entsprechenden staatlichen Sondergenehmigung;

e) Bedienstete sonstiger staatlicher Stellen, insbesondere des Medical Department, nach Maßgabe des Absatzes 3a;

f) Inhaber eines gültigen Jagdscheins und Waffenscheins während der rechtmäßigen Jagd nach dem Animal Protection Act mit einer dort zugelassenen Jagdwaffe sowie auf dem unmittelbaren Hin- und Rückweg, sofern die Waffe dabei ungeladen ist.

(3a) Das offene Führen nach Absatz 3 lit. e ist nur zulässig, soweit

a) der Bedienstete sich in Ausübung seiner dienstlichen Tätigkeit an einem Einsatz- oder Arbeitsort befindet oder zu diesem unterwegs ist, den er aufgrund seiner dienstlichen oder berufsethischen Pflichten nicht verlassen darf;

b) an diesem Ort nach den Umständen mit einer Gefahr für Leib oder Leben, insbesondere durch Tiere, zu rechnen ist; und

c) der Bedienstete zum Besitz der Waffe berechtigt ist.

Die Waffe darf ausschließlich zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben eingesetzt werden. Der Gebrauch richtet sich nach den Vorschriften des Penal Code über Notwehr, Nothilfe und rechtfertigenden Notstand sowie nach dem Animal Protection Act. Absatz 3a begründet keine Befugnisse zu Eingriffen in Rechte von Personen. Jeder Gebrauch der Waffe ist zu dokumentieren und dem Dienstvorgesetzten zu melden.

(4) Das Ziehen oder der Gebrauch einer Waffe im Rahmen von Notwehr, Nothilfe oder eines gerechtfertigten Notstands stellt kein verbotenes offenes Führen im Sinne des Absatzes 1 dar.

(5) Personen, die eine Waffe mitführen, sind bei einer Kontrolle durch einen Law Enforcement Officer verpflichtet, diesen unverzüglich auf das Mitführen der Waffe aufmerksam zu machen.

FGCA § 9 Privater Grund und Boden

(1) Die Bürger des Staates San Andreas haben das Recht, ihren Privatgrund sowie darin enthaltenes Privateigentum jederzeit zu schützen und zu verteidigen.

Es gilt der Grundsatz „Stand Your Ground“.

(2) Für das Führen legal besessener Waffen auf eigenem Privatgrund gelten die Beschränkungen des § 8 nicht.

(3) Der Eigentümer des Privatgrundes ist verpflichtet, auf Anfrage einer Exekutivbehörde mittels eines gültigen Dokumentes das Eigentum nachzuweisen.

(4) Law Enforcement Officers können die Rechte aus den Absätzen 1 bis 3 einschränken, soweit dies zur Durchführung einer rechtmäßigen behördlichen Maßnahme erforderlich ist.

Sanktionen

FGCA § 10 Infractions

(1) Verletzung der Hinweispflicht

Wer entgegen § 8 Abs. 5 bei einer Kontrolle durch einen Law Enforcement Officer das Mitführen einer Waffe nicht unverzüglich anzeigt, begeht eine Infraction. Die Tat wird mit einer Geldstrafe von $500 bis $1.500 bestraft.

(2) Verstoß gegen die Registrierungspflicht

Wer eine registrierungspflichtige Feuerwaffe erwirbt oder besitzt und diese nicht gemäß § 5 Abs. 2 registrieren lässt, begeht eine Infraction. Die Tat wird mit einer Geldstrafe von $1.000 bis $3.000 bestraft.

(3) Verstoß gegen die Meldepflicht

Wer den Verlust oder Diebstahl einer registrierten Waffe nicht gemäß § 5 Abs. 4 fristgerecht meldet, begeht eine Infraction. Die Tat wird mit einer Geldstrafe von $500 bis $2.000 bestraft.

FGCA § 11 Misdemeanors

(1) Besitz einer Waffe ohne Waffenschein

Wer eine erlaubnispflichtige Waffe oder dazugehörige Munition besitzt, ohne über einen gültigen Waffenschein oder eine sonstige Berechtigung nach diesem Gesetz zu verfügen, begeht eine Misdemeanor. Die Tat wird mit Freiheitsstrafe von zwanzig (20) bis sechzig (60) HE und Geldstrafe von $4.000 bis $10.000 bestraft..

(2) Führen einer Waffe ohne Waffenschein

Wer eine erlaubnispflichtige Waffe im Sinne des § 2 Abs. 3 führt, ohne über einen gültigen Waffenschein oder eine sonstige Berechtigung nach diesem Gesetz zu verfügen, wird mit Freiheitsstrafe von null (0) bis zehn (10) Hafteinheiten und Geldstrafe von $1.000 bis $10.000 belegt.

(3) Offenes Führen einer Waffe

Wer entgegen § 8 Abs. 1 eine Waffe sichtbar am Körper trägt oder in sonstiger Weise sichtbar mitführt, ohne dass eine Ausnahme gemäß § 8 Abs. 3 oder Abs. 4 vorliegt, wird mit Freiheitsstrafe von zehn (10) bis dreißig (30) Hafteinheiten und Geldstrafe von $5.000 bis $10.000 belegt.

(4) Besitz illegaler Waffen, Waffenteile oder Munition

Wer eine Waffe, Waffenteile oder Munition im Sinne des § 7 Abs. 1 unberechtigt erwirbt, besitzt oder führt, wird mit Freiheitsstrafe von null (0) bis zehn (10) Hafteinheiten und Geldstrafe von $2.500 bis $10.000 belegt.

(5) Fahrlässiges Ermöglichen des Waffenmissbrauchs

Wer als Eigentümer einer registrierten Schusswaffe deren Verlust oder Diebstahl entgegen § 5 Abs. 4 nicht fristgerecht meldet und die Waffe in der Folge zur Begehung einer Straftat verwendet wird, wird mit Freiheitsstrafe von null (0) bis dreißig (30) Hafteinheiten und Geldstrafe von $5.000 bis $10.000 belegt.

Die Strafbarkeit entfällt, wenn der Eigentümer an der unterlassenen Meldung kein Verschulden trifft.

FGCA § 12 Felonies

(1) Unzulässige Weitergabe von Waffen oder Munition

Wer entgegen § 6 eine Waffe oder Munition an eine andere Person weitergibt, überlässt, verschenkt oder verkauft, begeht eine Felony. Die Tat wird mit Freiheitsstrafe von sechzig (60) bis einhundertzwanzig (120) HE und Geldstrafe von $10.000 bis $25.000 bestraft. Dies gilt unabhängig davon, ob die empfangende Person über einen gültigen Waffenschein verfügt. Die Strafbarkeit entfällt, soweit die vorübergehende Übergabe zur Abwehr einer unmittelbaren Gefahr für Leib oder Leben im Rahmen von Notwehr oder Nothilfe erfolgt.

(2) Waffenmissbrauch

Wer eine Waffe ohne rechtfertigenden Grund gegen eine Person einsetzt, mit einer Waffe eine Person bedroht oder eine Waffe in einer Weise gebraucht, die geeignet ist, Leib oder Leben Dritter konkret zu gefährden, begeht eine Felony. Die Tat wird mit Freiheitsstrafe von zehn (10) bis fünfzig (50) HE und Geldstrafe von $7.000 bis $14.000 bestraft. Die Anwendung einer Waffe im Rahmen von Notwehr, Nothilfe oder eines gerechtfertigten Notstands bleibt hiervon unberührt.

(3) Illegaler Waffenhandel

Wer außerhalb eines lizenzierten Waffen-Shops mit Waffen oder Munition Handel treibt, begeht eine Felony. Die Tat wird mit Freiheitsstrafe von neunzig (90) bis einhundertachtzig (180) HE und Geldstrafe von $15.000 bis $30.000 bestraft.

(4) Illegale Herstellung und Einfuhr

Wer ohne entsprechende staatliche Berechtigung Waffen oder Munition im Sinne des § 7 Abs. 1 herstellt, bearbeitet oder in den Staat San Andreas einführt, begeht eine Felony. Die Tat wird mit Freiheitsstrafe von neunzig (90) bis einhundertachtzig (180) HE und Geldstrafe von $15.000 bis $30.000 bestraft.

Los Santos, 01.10.2026

Straftatbestände

Paragraf Tatbestand Klasse Haft Geldstrafe
FGCA § 10 Abs. 1 Verletzung der Hinweispflicht Infraction — $500–$1.500
FGCA § 10 Abs. 2 Verstoß gegen die Registrierungspflicht Infraction — $1.000–$3.000
FGCA § 10 Abs. 3 Verstoß gegen die Meldepflicht Infraction — $500–$2.000
FGCA § 11 Abs. 1 Besitz einer Waffe ohne Waffenschein Misdemeanor 20–60 HE $4.000–$10.000
FGCA § 11 Abs. 2 Führen einer Waffe ohne Waffenschein Misdemeanor 0–10 HE $1.000–$10.000
FGCA § 11 Abs. 3 Offenes Führen einer Waffe Misdemeanor 10–30 HE $5.000–$10.000
FGCA § 11 Abs. 4 Besitz illegaler Waffen, Waffenteile oder Munition Misdemeanor 0–10 HE $2.500–$10.000
FGCA § 11 Abs. 5 Fahrlässiges Ermöglichen des Waffenmissbrauchs Misdemeanor 0–30 HE $5.000–$10.000
FGCA § 12 Abs. 1 Unzulässige Weitergabe von Waffen oder Munition Felony 60–120 HE $10.000–$25.000
FGCA § 12 Abs. 2 Waffenmissbrauch Felony 10–50 HE $7.000–$14.000
FGCA § 12 Abs. 3 Illegaler Waffenhandel Felony 90–180 HE $15.000–$30.000
FGCA § 12 Abs. 4 Illegale Herstellung und Einfuhr Felony 90–180 HE $15.000–$30.000

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